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Rezension Dororo: Manga vs. Anime

In diesem Jahr hat der Klassiker von Manga-Gott Osamu Tezuka eine neue Anime-Adaption bekommen. Damit wird der Trend, ältere Werke wie „Devilman Crybaby“ und „Banana Fish“ neu aufzulegen, fortgesetzt. Hält der Dororo 2019 mit dem Original mit? Wir verraten euch unsere Meinung.

Handlung

Der Anime spielt im mittelalterlichen Japan, zur Zeit der streitenden Reiche (Sengoku-Zeit). Durch die Kriege und Seuchen desillusioniert, schwört der Burgherr Daigo Kagemitsu dem Buddhismus ab und macht stattdessen einen Pakt mit zwölf Dämonen. Sie verleihen ihm Macht, doch als Preis dafür kommt sein Sohn Hyakkimaru ohne Haut und Gliedmaßen auf die Welt. Daigo hat sein Ziel erreicht, will seinen Sohn loswerden und lässt ihn kurzerhand in den Fluss werfen.
16 Jahre später treffen wir auf Dororo, einen jungen Dieb. (Der Name Dororo ist ein Wortspiel. Dieb auf Japanisch heißt dorobou 😉 .) Das Waisenkind ist gerade auf der Flucht vor ein paar Schlägern, die sich an dem Dieb rächen wollen, als es auf einen jungen Mann mit Maske und Prothesen trifft, der gegen einen Schlammdämon kämpft. Die Leichtigkeit, mit der der Unbekannte das Monster besiegt, fasziniert Dororo und so schließt er sich ihm an. Von diesem Moment an begleitet der junge Dieb den Maskierten, der sich als Hyakkimaru vorstellt, auf seiner Reise durch Japan und kämpft mit ihm gegen Dämonen. Denn so kann Hyakkimaru sich seinen Körper Stück für Stück zurück zu holen.

Die Adaption: Manga vs. Anime

Die brutale Geschichte in Kombination mit dem kindlichen Zeichenstil von Osamu Tezuka wirkt im Manga etwas seltsam. Das neue Design der Charaktere passt da viel besser zur düsteren Atmosphäre der Handlung. Der Anime fängt den Geist des Manga perfekt ein. Auch wenn die Handlung nicht zu 100% übereinstimmt.
Auch die Charaktere wurden etwas verändert. Storytelling war in den 1960ern noch anderes. Auch dunkle Dramen wurden damals in einem eher kinderfreundlichen und etwas kitschigen Ton erzählt. Daher ist Hyakkimaru im Manga ein ausgeglichener und selbstbewusster junger Mann, der kaum davon betroffen ist, dass ihm ein Großteil seines Körpers fehlt. Der Anime hingegen ist gnadenlos und zeigt die Auswirkungen, wie sie vermutlich wären. Hyakkimaru hat am Anfang keinerlei Menschlichkeit. Das Zurückgewinnen seiner Sinne, wie zum Beispiel die Fähigkeit zu hören, hat große Auswirkungen auf ihn. Dadurch bekommt er auch einen richtigen Charakter Arc. Damit passt der neue Hyakkimaru besser zu dem, was wir modernen Zuschauer gewohnt sind. Und das Herz des Manga geht dabei nicht verloren.

Fazit

Wir finden das „Dororo“ eine gelungen Adaption ist! Die Geschichte ist spannend wie eh und je und die Charaktere sind viel interessanter und komplexer geworden. Man schließt sie schnell ins Herz und bangt gleich mit ihnen mit. Die Animation ist gut und schafft so eine richtig gute, düstere Stimmung. Und die Action, bei der viel Blut fließt, lässt auch nicht zu wünschen übrig. Ihr solltet unbedingt reinschauen. Aber Achtung: Dororo ist wirklich nichts für schwache Nerven. 😉

Der Anime ist von Studio MAPPA, die unter anderem für „Yuuri!!! on Ice“ bekannt sind. Ihr könnt ihn exklusiv auf Amazon Prime streamen.

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