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Rezension „Der freie Vogel fliegt“ – ganz große Gefühle

Wie schwer das Leben als Teenager in China sein kann, erzählen uns die Künstlerinnen Jidi und Ageng aus erster Hand. Wenn man etwas zurückgezogen ist, hilft eine gute Fantasie, die Zeit zu vertreiben. Aber was passiert, wenn man sich in einen hübschen Jungen verliebt und dann auch noch etwas zu ihm sagen soll?

Erwachsen werden ist schwer...

„Der freie Vogel fliegt“ spielt in den 90er Jahren in der westchinesischen Stadt Chengdu. Dort geht Lin Xiaolu in eine Mittelschule mit einem Kunstschwerpunkt. Sie wurde aber schon in ihrer Zeit in der Grundschule als Taugenichts abgestempelt. Sie zeichnete lieber, als zu lernen, und deswegen waren ihre Noten sehr schlecht. Ihre Eltern sind geschieden, weil sie das aber nicht schlimm fand, wurde sie von ihren Klassenkameraden gemieden.

Lin Xiaolu scheint auch leicht autistisch zu sein. Sie kann gar nicht mit lauten und energiegeladen Menschen umgehen und sie hat panische Angst davor, von anderen bemerkt zu werden und sich dann bloßzustellen.

Aber hinter ihrem ausdrucklosen Gesicht verbirgt sich eine fantasievolle Gedankenwelt. Lin Xiaolu interessiert sich trotz allem sehr für das Leben und die Probleme anderer Menschen. Sie stellt sich immer vor, wie Schutzgeister im Verborgenen die Probleme lösen. Lin Xialou ist seit kurzem auch verliebt. Aber selbst wenn morgen die Welt untergehen würde, könnte sie niemals ihre Liebe gestehen… oder vielleicht doch?

Gestaltung

„Der freie Vogel fliegt“ ist voll farbig, womit die beiden Künstlerinnen mehr unterschiedliche Stimmungen einfangen können. Der Hintergrund reicht von simpel bis detailliert, so wie die Situation in der Geschichte es gerade verlangt. Die Zeichnungen sind sehr klar und gefallen mir gut. Die manchmal übertriebenen Gesichtsausdrücke sind auch sehr witzig.

Handlung:

Auf den ersten Seiten war ich etwas verwirrt, was nun Fantasie ist und was die Realität. Aber das hat sich schnell gegeben. Die Geschichte fließt so ruhig vor sich hin, während man mehr über Lin Xiaolu lernt. Und bevor man es merkt, ist man am Ende von Band eins angelangt und will weiterlesen. Ich finde es sehr gut, dass man Lin Xiaolu erst richtig kennen lernt, bevor sie sich verliebt. So kann man viel besser mit ihr mitfiebern. Sie ist auch sehr sympathisch. J Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. Dass die Bände zweisprachig sind, ist auch echt cool. Eine super Möglichkeit für alle, die die Sprache lernen wollen. Es gibt am Ende sogar eine Vokabelliste, so macht lernen doch Spaß.

Unsere Meinung zu "Der freie Vogel fliegt"

„Der Freie Vogel fliegt“ ist eine sehr süße Slice-of-Life Geschichte. Die Zeichnungen sind wunderschön und die Geschichte reißt einen gleich mit. Die vielen von Lin Xiaolus Fantasie geschaffenen Elemente sind toll und mir so bisher nicht in Geschichten begegnet. Mir geht es manchmal ganz genauso wie ihr, dir auch?

Ich empfehle den Manhua aus vollem Herzen. Nur falls du unbedingt Action brauchst, ist er vielleicht nix für dich. Ansonsten unbedingt reinschauen.


Eine weitere Empfehlung mit großen Gefühlen findest du hier.

Bildcredit: ©Chinabooks

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Der freie Vogel fliegt. Bd.1

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